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February 18 2011

21:25

Scharfer Senf: Unser Song für Deutschland

Wir sind Deutschland, wir sind Papst. Wir sind Eurovision-Song-Contest-Sieger! Zumindest ein Jahr lang, bis zur nächsten Ausrichtung im Mai im eigenen Land. Mit der bewährten Sängerin, die so aufwendig und, zugegebener Maßen mit Erfolg belohnt, in einer historischen Kooperation zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern gecastet wurde.
Was hier jetzt vielleicht schon sarkastisch klingt, ist keinesfalls respektlos gemeint, im Gegenteil. Mit Kooperation, Casting und Lenas Sieg beim ESC hat Stefan Raab wohl sein bisheriges Meisterstück abgeliefert. Um so unverständlicher fand ich es zum Zeitpunkt der Verkündung und finde es jetzt bei den Auswahlshows, dass er – spontan im Siegesrausch oder knallhart geplant – schon im Anschluss die Titelverteidigung Lenas verkündete. Aber das ist Schnee von Gestern.
Eigentlich wollte ich in diesem Jahr keine Kommentare zu dem Spektakel abgeben, aber nach der fast schon ausführlichen “Berichterstattung” in 2010 habe ich mich doch zu einem zusammenfassenden Löffelchen Senf für 2011 entschlossen.
Lena Meyer-Landrut, ob man ihre Art und ihren (Gesangs-)Stil mag oder nicht, war frisch, unverbraucht und kindlich originell und der Erfolg hat ihr und Stefan Raab recht gegeben, allen Kritikern zum Trotz. Ein Jahr später ist davon leider nicht mehr viel übrig.
Erwartungsvoll habe ich tatsächlich am 31.01.2011 vor dem Fernseher zur Vorstellung der ersten sechs von zwölf(!) Songs gesessen, alle präsentiert von – richtig – Lena.
Um es vorweg zu nehmen, ich bin bei der ersten Show bis Lied Nummer fünf gekommen, dann hatte ich eine Überdosis Lena, die sich über die zweite Show am 7. Februar hinaus gehalten hat, so dass ich nicht eine Minute davon gesehen habe. Das hole ich jetzt nach, denn während ich diesen Artikel verfasse, läuft in der ARD das Finale. Ich freue mich schon auf die Ansage: “…und hier ist Lena mit <hier einen Songtitel einsetzen>!” – Ja, wer auch sonst?
Die Jury ist ebenfalls besetzt mit den üblichen Verdächtigen. Der Graf, Stefanie Kloß, Anke Engelke, Joy Denalane und heute Barbara Schöneberger und Adel Tawil.
Die Songs – die ich bisher gehört habe – sind stilistisch vielseitig und auf Lena zugeschnitten, den Komponisten und Autoren kann man keinen Vorwurf machen. Leider kommen die Songs durch das Lena-Dauerfeuer wie abgespult rüber. Daran ändert auch der Klamottenwechsel zwischen den Auftritten nichts. Lena ist merklich routinierter geworden, aber jede Bewegung, jedes “-dai” (day) wirkt einstudiert und, sorry Lena, fahrig, denn die Töne hast du auch schon mal besser getroffen. Was bei “Satellite” für viele noch neu, originell und niedlich wirkte, wird in Serie zur Qual. Auch wenn die Jury pauschal jeden Song super toll findet. Müssen sie, sonst werden sie womöglich nicht mehr eingeladen.
Meine Favoriten, wenn man das so sagen kann, sind – wenn das hier online geht waren sie es – übrigens “Mama told me” und in der Tat “Taken by a stranger”. Nur die rechte Spannung vor der Entscheidung will nicht aufkommen.
Sitzen die Songs jetzt alle im Greenroom und fiebern der Entscheidung entgegen?
Wird die zarte Ballade es nervlich verkraften oder die Soulnummer mit den Tränen kämpfen?
Letztlich hat “Taken by a Stranger” die Wahl für sich entschieden, brav geknickst und bereitet sich nun auf Düsseldorf vor. Wir werden Lena mit ihm bis zum erbrechen auf allen Kanälen eingetrichtert bekommen, bis wir ihn richtig gut finden und vor Begeisterung das Album mit den 11 Zweitplatzierten kaufen. Meine Lena-Lösung ist gesättigt.
Ich glaube, worüber man sich im Klaren sein muss ist, dass der Bonus, den die damals achtzehnjährige Abiturientin aus Hannover im letzten Jahr noch hatte, ist verflogen, wenn nicht sogar verspielt, der Stil und die Art sind durch die Überdosis verbrannt. Zumindest für mich und vielleicht auch einen Teil des Deutschen Publikums – aber das entscheidet in Düsseldorf ja nicht. Darum wünsche ich Lena auch alles Gute. Gewinnen wird sie den ESC wohl kein zweites Mal.
Zumindest aber wird sie in die Musikgeschichte eingehen als die Sängerin mit der größten Promotion-Aktion für ein Album mit zwölf Songs, die es je gegeben hat.
Hut ab, Herr Raab.

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February 06 2011

13:43

KW5/11 – Die Woche 2.0 -”I put the ich in wichtig”

Heute mit beeindruckenden Bildern aus einer Ruine und mehr Text als sonst. Zweitverwertung.
The Chapel
Ein wirklich beeindruckender Film in einer faszinierenden Location. Tolle HDR Aufnahmen aus einer Kirchenruine.

TheChapel. A short film. (HDR timelapse) from Patryk Kizny on Vimeo.

Unbedingt auch ansehen: Das Making-of The Chapel.

Making Of The Chapel from Patryk Kizny on Vimeo.

***
Mein Zitat der Woche stammt von Jörn Schaar und entstammt einem Blog-Artikel, in dem er sich mit den Tipps zum “richtigen” Bloggen auseinandersetzt und mich damit angeregt hat, das, was ich hier mache, mal unter diesen Gesichtspunkten zu betrachten:
You put the “ich” in “verzichten”, I put the “ich” in “wichtig”
Ich habe meine Betrachtungen bei Jörn als Kommentar hinterlassen, habe mir aber überlegt, dass es gar nicht so uninteressant wäre, zu erfahren, wie andere Blogger, Podcaster und VLogger das so sehen. Daher habe ich mich entschieden, den Text in angepasster Form hier auch nochmal zu posten.
Um die Zusammenhänge zu verstehen, solltet Ihr Jörn und dem behandelten, dort velinkten Artikel ebenfalls einen Besuch abstatten. Scheut Euch nicht, hier und auch bei Jörn Eure Ansichten mit uns zu teilen.
Nach dem ich mir die 15 Tipps durchgelesen habe, muss ich zuerst mal meine Zustimmung Jörns Artikel zum Ausdruck bringen.
Die sogenannten Tipps haben zwar keinen Beißreflex ausgelöst, eher die Erkenntnis, dass es für (private) Blogger nur einen Punkt gibt, den ich uneingeschränkt unterstütze, nämlich Tipp 1:
Schreibe, was immer Du willst
(und habe nur ich den Eindruck, dass der Autor in allen folgenden Punkten sich selbst in diesem ersten widerspricht?).
Das mit dem eigenen Content sehe ich wie Jörn, hier muss differenziert werden. Ich selber habe bisher weitgehend darauf verzichtet, Videos aus anderen Quellen einzubinden. Dennoch gibt es seit Kurzem “Die Woche 2.0″, die die Beiträge, die sonst nur bei Twitter und Facebook landen, hier zusammenfasst. Einerseits, um auch die Besucher des Blogs daran teilhaben zu lassen, aber ehrlicherweise auch, um auftretende Lücken zu überbrücken und aktuellen Content anbieten zu können, wenn mir mal nicht einfällt.
Was den Schreibstil angeht, kann ich nur auf das von mir gewählte Zitat verweisen.
Werbung. Muss jeder für sich entscheiden, ich teste das noch weiter und bin mit der Tatsache, dass das in einem Jahr gerade so die jährlichen Hostinggebühren wieder reinbringt, ganz zufrieden. Die Grenze für’s vor Freude Nackt um’s Haus rennen liegt da WESENTLICH höher.
Was lange währt…
Ich habe für mich selbst festgestellt, dass sich selbst unter Druck zu setzen und um jeden Preis regelmäßige Postings rauszupressen weder der Qualität, noch dem eigenen Wohlbefinden zuträglich ist. Ich habe das besonders bei meinen Podcasts bemerkt und den Druck einfach von mir genommen.
Ich lese verschiedene Blogs mehr oder weniger regelmäßig zu den unterschiedlichsten Themen. Aber noch nie habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob das, was ich da lese “richtiges” Bloggen ist. Wenn es mich anspricht, ist das schon in ordnung so. Egal, ob mit oder ohne Werbebanner, in der Ich-Form, Nische- oder Pop. Richtig ist, was mich weiterlesen, weiterhören und weitersehen lässt.
Was ich mache, gefällt auch nicht jedem – na und? Ich muss keiner Zielgruppe ihre Erwartungen erfüllen. Jeder Leser darf entscheiden, ob er oder sie zu meiner Zielgruppe gehören will.
Ich bin ich und ich schreibe, was immer ich will.
I put the ich in wichtig too.

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January 24 2011

20:52

Exilkielers Tagebuch #37

Respekt, Gier, Herz in Takt

Musik: Maximnoise


Credits:
Musik Intro: Ambient Frequencies – PUSH-PULL – Liquid Mountains
Musik Outro: Spirit of the Lost Tales – Long way from home

BY-NC-SA

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January 06 2011

21:22

Eine Frage des Respekts

Ich bin ja ein gemütliches Kerlchen und meckere wirklich sehr selten öffentlich und motzen tu’ ich noch viel seltener, aber jetzt ist mir schon zum zweiten Mal in diesem Jahr und zum dritten hintereinander ein Verhalten begegnet, das mich wirklich ankotzt, und bevor ich platze, muss das jetzt raus.

Erster Schauplatz: Offenburger Weihnachtszirkus
Clown Totti hat in diesem Jahr zum ersten Mal alleine durch das Programm führen müssen und soll zum Abschluss zum 15 jährigen Jubiläum noch etwas besonderes, unvergessliches für Anja Oschkinat, der Organisatorin des Offenburger Weihnachtszirkus, machen. Also stellt er alle, wirklich hochklassigen, mitwirkenden Artisten, Dompteure, Clowns und Helfer zum Gruppenfoto vor dem großen Finale auf. Ein schönes Bild.
Doch etwas stört im Augenwinkel – die ersten Zuschauer haben sich von ihren Plätzen erhoben, doch nicht, um zu applaudieren, sondern sie ziehen Jacken und Mäntel an und machen sich auf den Weg zum Ausgang.
Trotz der zurückgenommenen Beleuchtung kann ich erkennen, wie der eine oder andere Artist ihnen irritiert nachsieht und ich teile das Gefühl.

Zweiter Schauplatz: Neujahrskonzert des Schutterwälder Musikvereins
Kulturelles Highlight zum Jahresbeginn ist das Neujahrskonzert in der Schutterwälder Mörburghalle. Gleich vorweg gesagt: Wenn der eine oder andere Großstädter hier vielleicht an Dorfkapelle denkt, sei klargestellt, dass das Orchester des Musikvereins Schutterwald wirklich auf sehr hohem Niveau mitspielt und hier anspruchsvolle Stücke von sehr guten und ambitionierten Musikern geboten werden.
Um so schlimmer, dass es auch hier einige Besucher für nötig halten, noch WÄHREND der ersten Zugabe fast schon holterdipolter den Saal zu verlassen.

Um es klar zu sagen: Ich halte dieses Verhalten für den Gipfel der Respektlosigkeit gegenüber den Künstlern, die, egal ob beruflich als Artist, oder und gerade als Hobbymusiker ihr Engagement und viel Zeit und Arbeit in eine Aufführung für ihr Publikum gesteckt haben.

Ich glaube nicht, dass jeder Künstler “standing ovations” erwartet, aber sich vor leeren Sitzreihen zu verbeugen, erwartet sicher auch niemand.

Ist es wirklich zu viel verlangt, dem, was die Akteure geleistet haben, so viel Respekt und vielleicht auch Anerkennung entgegenzubringen, dass man auch dann bleibt, bis der Applaus verebbt und die Künstler die Manege oder die Bühne verlassen haben, wenn man an der Garderobe oder an der Parkplatzausfahrt ein paar Minuten länger warten muss? Ich glaube nicht.

Am aller befremdlichsten finde ich es allerdings, dass es sich bei diesen Gelegenheiten immer und zu 99 Prozent um Mitmenschen der Generation im Alter 65+ handelt, die in den meisten Fällen den Respekt sich selbst gegenüber am liebsten pachten würden und den Jüngeren vorwerfen, dass es ihnen an eben jenem mangele.

Gehen wir mit gutem Beispiel voran.


November 24 2010

20:03

Couchpotatoe 2.0

Ich habe jetzt einen “MediaCenter PC” im Wohnzimmer. Klingt bombastisch, eigentlich habe ich nur einen alten Rechner genommen, ein Ubuntu 10.10 mit boxee.tv darauf installiert und das Ganze an den großen Fernseher und die HiFi-Anlage angeschlossen. Eine süße kleine Fernbedienung mit Tastatur und Trackball sorgt für die Bedienung vom Sofa aus. Jetzt kann ich nicht nur meine Musiksammlung und Filme darüber abspielen, sondern auch bequem halb sitzend, halb in den Kissen liegend durch das Internetz surfen.

Warum erzähle ich Euch das? Weil das und das, was nun folgt, schmerzlich den Grund dafür verdeutlicht, warum dies der ertse Eintrag seit zwei Monaten auf dieser Seite ist.

Gerade habe ich mal wieder, auf dem Sofa sitzend, ein paar Blogs durchstöbert und bin auf Jörn Schaars feiner Seite im Artikel “Bock auf Blog” gelandet. Dort zitiert er einen sehr schönen Satz von Datenschmutz.net-Blogger Ritchie Pettauer:

“Facebook ist Fast Food, Bloggen ist selber kochen.”

Sofort zwickte mich mein 2.0 Gewissen, als mir beim Gedanken an Exilkielers Seite schmerzlich bewusst wurde, wie treffend dieser Vergleich ist und welch ungesunde Kost ich zu mir nehme und auch den immer weniger werdenden, geneigten Lesern anbiete.
Denn genauso wie Fast Food macht Facebook zwar für den Moment satt, aber es macht auch fürchterlich behäbig und sehr faul, was die eigene, individuelle Zubereitung betrifft.

Nun ist es ja nicht so, als würden sich keine möglichen Zutaten für ein selbstgekochtes Gericht ansammeln, nur ist es ja viel einfacher, gelungene Blogartikel, Fotos und/oder auch nur Links mit einem Mausklick zu “teilen”, oder aber zumindest mit einem “gefällt mir” andere darauf aufmerksam zu machen.
Auch kann man das, was man sonst die Woche über zum Beispiel für einen Sonntagspodcast gesammelt hat, in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen zeitnah bei Twitter (sozusagen der Snack bei dem Ganzen) und/oder Facebook einkippen. Das zeigt zwar, Ideen gibt es genug, aber sie aus dem Kopf zu lassen scheitert ein um’s andere Mal an den Speckringen der Prokrastination, die mich an der Facebook FastFood-Theke festhalten.
Noch viel schlimmer ist, dass es sich mit den Ideen genau so verhält, wie mit den frischen Lebensmitteln, die man voller guter Vorsätze eingekauft, und zu Hause im Kühlschrank mit der Absicht auf baldige Verarbeitung einlagert: Sie bleiben nicht ewig frisch – im Gegenteil: Manches früher, manches später, aber irgendwann wird alles schlecht und ist nicht mehr zu verwenden. Das will dann auch gar keiner mehr essen – äh, lesen, hören oder sehen.

Das führt zu der Erkenntnis, dass es so nicht weitergehen kann. Und so sehe ich diesen Artikel als erste Stufe im Trainingsplan weg vom Couchpotatoe 2.0. Wenn ich dann wieder fit und konditionell auf der Höhe bin, gibt es auch wieder Podcasts und VLogs.

Anfeuern hilft da sicher ;-)

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March 14 2010

00:10

Lena Meyer-Landrut ist Unser Star für Oslo

Sechs Wochen “Unser Star für Oslo” liegen hinter uns und was bleibt, ist eine hin- und her gerissene Gewinnerin, die am 29. Mai in Oslo Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten wird.
Ich würde ja gerne sagen “Ich hab’s ja gesagt” oder “war ja klar” aber am Ende war die Entscheidung in dem gewöhnungsbedürftigen Abstimmungsverfahren knapper als gedacht.
Zunächst sangen Jennifer und Lena vor der Jury bestehend aus Stefanie Kloß (Silbermond), Xavier Naidoo und Stefan Raab zwei Songs, die für beide gleich waren (“Bee” und “Satellite”), wobei der 2. Song “Satellite” etwas mehr auf die Sängerinnen zugeschnitten war, bei Jennifer eher Rockballade, bei Lena eher… Lena.

Bei “Bee” kann man sagen, auch wenn Jennifer die Rockröhre nicht auspacken muss, kann sie als Sängerin überzeugen. Obwohl vom Stil her gefühlt auch eher ein Song bei dem Lena hätte brillieren können, war Jennifer gesanglich besser, und so war auch die Jury voll des Lobes. Lena hat dem Song durch ihre unverwechselbare Stimme einen anderen Touch gegeben und durch ihre Bühnenpräsenz gepunktet. So urteilte Xavier Naidoo auch: “Du hast es geschafft, den Song so zu verkaufen, als wäre es Dein eigener.”
Während Lena mit der peppigeren Version von “Satellite” wesentlich besser zurechtkam, lag Jennifer der Song nicht so, obwohl er, auf sie als Rockballade angepasst, besser zu ihr passte.
Leider muss ich sagen, dass mich bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Auftritt hundertprozentig überzeugt hat. Dies änderte sich in der dritten Runde, in der beide Finalistinnen einen eigens für sie geschriebenen Song performten.
Mit “I care for you” hätte ich mir Jennifer in Oslo vorstellen können; an dieser Stelle merkte man ihr an, dass sie keine Kompromisse mehr eingehen musste und damit wieder voll ablieferte. “Das Wichtigste ist, wenn man merkt, dass ein Künstler Bock hat”, sagte Stefan Raab zu Jennifers Auftritt und das hat man gemerkt.
Bester Song des Abends war in meinen Augen (und Ohren) Lena mit dem für Sie geschriebenen Song “Love me”. Umso erstaunlicher, dass die Zuschauer beim Voting für den Song, mit dem Lena oder Jennifer im Fall der Fälle nach Oslo fahren würden, für Lena “Satellite” auf den ersten Platz wählten. Diese konnte ihre Enttäuschung auch nicht wirklich verbergen, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde, zumal sie in einem der Einspieler zuvor noch von “Love me” schwärmte. So verpatzte sie auch prompt den Einsatz, als die gewählten Songs vor der endgültigen Abstimmung noch einmal von beiden gesungen wurden, während Jennifer erwartungsgemäß bei “I care for you” noch einmal alles gab.
Wie schon gesagt, die Entscheidung hätte enger nicht liegen können. Jennifer war meines Erachtens gesanglich besser, aber bei Lena stimmte das Gesamtpaket und sie ist der Typ, der im Zirkus des Eurovision Song Contest zumindest einen bleibenden Eindruck machen kann. Und so gewann Lene das Finale von “Unser Star für Oslo” und zeigte am Ende doch Nerven. Mit Tränen in den Augen konnte sie es noch nicht fassen, und ich dachte, jeden Moment kippt sie um. Schließlich war sie aber doch noch abgebrüht genug, um den Siegertitel am Ende der Sendung noch einmal durchzuziehen, “verdammte Scheiße”.
Was das nun für den Eurovision Song Contest am 29. Mai 2010 in Oslo bedeutet und wie Lena sich dort am Ende platzieren wird, bleibt bis dahin offen. Auch der ESC hat seine eignenen Gesetze, und vom ersten bis zum letzten Platz ist alles drin.
Die Befürchtung, dass man sich an Lenas Art zu performen schnell sattsehen kann bleibt, aber wie Ole so schön in seinem Kommentar zum Halbfinalsartikel schrieb: “Lena hätte wohl etwas bessere Chance in Oslo, vor allem da die anderen Länder sie nur einmal hören und dann nie wieder.”
Bei dem Rückblick in die Castingbox mit den dortigen Auftritten von Jennifer Braun und Lena Meyer-Landrut war ich schon erstaunt, dass Lena es überhaupt bis in die Runde der letzten 20 geschafft hat. Wer auch immer die Vorauswahl getroffen hat, hat entweder das Potenzial erkannt oder ein unglaublich glückliches Händchen gehabt.
Ohne Frage, Lena stach seit der ersten Show bei ProSieben aus den übrigen Kandidaten heraus, weil sie frisch, flippig und unkonventionell ist, einfach anders. Vielleicht ist es das, was wir in Oslo brauchen.

In diesem Sinne, “Alter Finne”

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March 09 2010

23:38

Überraschung im Halbfinale: Der #USfO-Pokal hat seine eigenen Gesetze…

Eines war schon zu Beginn klar, es würde hart werden im Halbfinale von Unser Star für Oslo. Für zwei der verbliebenen Kandidaten Christian Durstewitz, Lena Meyer-Landrut, Jennifer Braun und Kerstin Freking würde der Weg nach Oslo heute zu Ende sein, und diese Vier haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.
In der heißen Phase gab es nach mehreren mehr oder weniger vorhersehbaren Entscheidungen im Halbfinale eine Überraschung.
Die Show ging über zwei Runden, wobei nach der ersten Runde bereits ein Telefonvoting stattfand und die erste Kandidatin gehen musste. In der zweiten Runde traten dann die verbliebenen Drei an.

Stefan Raab bescheinigte zwar Christian Durstewitz, mit der Interpretation von “I’m yours” von Jason Mraz diesen Song wieder zu seinem eigenen gemacht zu haben, ich fand ihn zu schnell angelegt, so dass Christian den Text in Teilen schon fast unverständlich herausgefeuert hat und auch dem Hörer/Zuschauer nicht die Zeit gelassen hat, sich darauf einzulassen. Für Aufregung ist Dursti nicht der Typ, ihm fehlte einfach die Gelassenheit.

Kerstin Freking zeigte mit “Hands clean” von Alannis Morisette eine konstante Leistung, was leider auch bedeutet, dass nicht wirklich eine Steigerung erkennbar war. Leicht unsicher kam sie mir vor, zu zaghaft und lange nicht so präsent auf der Bühne wie ihre Mitstreiter. Auch wenn Barbara Schöneberger ihre glasklare Stimme lobte, konnte man Stefan Raabs Kommentar fast mit “zu langweilig” übersetzen.

Es ist kaum zu glauben, aber Lena Meyer-Landrut kann beim Singen auch mal ganz still stehen. Und sie kann singen, was selbst Stefan zu überraschen schien, denn mit “Mr. Curiosity”, ebenfalls von Jason Mraz hat sie eine ganz andere Facette gezeigt (um mich mal bei den abgedroschenen Floskeln zu bedienen) als sonst. Trotzdem hat sie es geschafft, ihre Art des “Sprechgesangs” in ihrer Interpretation unterzubringen – oder damit Schwächen geschickt zu kaschieren.
Ich glaube, diese Performance hat sie heute noch mit über die zweite Runde getragen.

Und dann kam Jennifer Braun. Als ob sie nichts mehr zu verlieren hätte, hat sie mit “Heavy Cross” von Gossip die anderen Drei an die Wand gerockt. Stefan Raab hielt diesen Auftritt für ihre beste Leistung überhaupt und ich finde, er hat recht. Es ist bewundernswert, wie sich Jennifer wieder nach vorne gekämpft hat, nachdem ich sie nach Runde Vier schon schwer gefährdet gesehen habe.

So ging es dann auch in der Voting- und Werbepause in der Twitter-Timeline hoch her und Jennifer stand wieder hoch im Kurs, während Stimmen zu lesen waren, dass Dursti möglicherweise nur über die Sympathiewertung weiterkommen würde.
Und so kam es auch: Jennifer als erste weiter, dann Lena, Christian und Kerstin schied (als aus meiner Sicht optisches Highlight der Veranstaltung, aber darum geht es ja nicht) aus.

Was Christian Durstewitz betrifft, hatte ich meine Hoffnungen auf Runde zwei gelegt, die leider nicht erfüllt wurden, denn hier konnte er aufgrund der sperrigen Songauswahl trotz Bluesharp-Einsatzes nicht mehr wirksam punkten. Wie im Anschluss bei TV-Total noch zu erfahren war, hat Christion wohl auf den Song bestanden und lebt mit dem Ergebnis.

Im Anschluß machte Lena Meyer-Landrut “The Lovecats” von The Cure zu ihrem Song, was in manchen Tweets schon als Blasphemie gewertet wurde und – zugegeben es war der Typische Lena-Style und zudem gewöhnungsbedürftig. Und dabei ist “typisch” durchaus mit Vorsicht zu genießen, denn ich stelle bei mir fest, dass die Gefahr besteht, dass man sich an ihrer Art zu performen schnell satt sehen kann. Einen Song “zu seinem eigenen” zu machen ist mehr, als ihn mit britischem Akzent und seiner Art Sprechgesang zu versehen.
Es war gut, dass Lena in Runde eins mit “Mr Curiosity” gezeigt hat, dass sie zu mehr imstande ist, als das crazy girlie, das sie sonst zum Besten gibt.

Jennifer setze zum Abschluss förmlich alles auf eine Karte und sang Cristina Aguilieras “Hurt”. Schon bei den ersten Tönen merkte man: Das wird was. Trotz Aufregung. Und es hat sich für sie gelohnt, denn für mich war sie in diesem Halbfinale die Beste.

Und so kam es dann auch zu der Überraschung: Im Finale stehen Lena Meyer-Landrut und verdientermaßen Jennifer Braun.
Christian Durstewitz schied aus, aber er ist ebensowenig wie Maria-Lisa Straßburg, Meri Voskanian, Katrin Walter, Cyril Krueger, Leon Taylor, Sharyhan Osman und Kerstin Freking kein wirklicher Verlierer. Auf das Album mit seinen eigenen Songs warte ich noch immer gespannt. In der Timeline schrieb @fuchsbau: “Durstis ‘Stalker’ vom letzten FR wäre der ideale Grand Prix Song gewesen. auch nach 20 Nummern hätte man das ‘dapdadap’ noch im Ohr” und da gebe ich ihm recht.

Am Freitag in der ARD werden wir also erfahren, wer für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Oslo fährt. Und nicht nur das. Das Publikum wird auch über den Song entscheiden, den die Gewinnerin im Gepäck haben wird. Also nicht verpassen: Finale!

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March 06 2010

21:45

Da waren’s nur noch vier: #USfO nach dem Viertelfinale

Den wichtigsten und wahrsten Satz hat kurz vor der Entscheidungsverkündung wohl Stefan Raab gesagt:

Ab jetzt ist es nur noch eine Geschmacksfrage.

Um es vorweg zu nehmen, Sharyhan Osman hat scheinbar den Geschmack zu weniger Zuschauer getroffen, denn das Halbfinale am 9. März, 20:15 wieder bei ProSieben werden nun nur noch Jennifer, Kerstin, Christian und Lena bestreiten.

Sah es  am Ende der 5. Runde noch so aus, als würden wir uns von Jennifer Braun verabschieden müssen, hat diese sich mit ihrem zweiten Song überzeugend ins Halbfinale gerockt. Auch bei der Ballade von Natasha Bedingfield dachte man sofort “das passt”, auch wenn man Jennifer hier noch deutlich ihre Aufregung angemerkt hat.
Kerstin Freking hat wieder schwierige Songs solide performed, der Eindruck, dass ihr die Kraft für den letzten Biß in der Stimme fehlt, sie diesen einfach nicht oder zu spät abruft, bleibt leider bestehen. Ob das bis ins Finale reicht…
Bei Christian Durstewitz konnte ich feststellen, dass ihm auch die ruhigeren Töne stehen, und nach seinem zweiten, wieder eigenen Song steht für mich fest: Die CD würde ich kaufen.
Im Fall von Lena Meyer-Landrut geht es mir wie vielen Anderen, das Ticket ins Finale hat sie schon gelöst, ob sie auch die Koffer für Oslo packen darf, hat sie nur ganz alleine in der Hand, indem sie den Rat von Adel Tawil befolgt und jetzt nicht abhebt. Im Interview vor dem Auftritt hatte man jedenfalls den Eindruck, sie hätte schlechten Stoff geraucht…
Und was war nun mit Sharyhan Osman los? Auch sie ging im zweiten Anlauf wieder mit einem eigenen Song an den Start, der nicht so sehr überzeugen konnte, wie die beiden vorangegangenen, aber auf den meisten Alben sind eben auch nicht nur Nummer-Eins-Hits. Für ein Viertelfinale hätte aber mehr drin sein müssen, auch wenn ich Leute kenne, die auch dieses Album kaufen würden. Somit glaube ich auch, dass wir nicht zum letzten Mal etwas von Sharyhan Osman gehört haben.

War diese Entscheidung nun eine Folge des anderen Sendeplatzes?
Neunundzwanzig Besucher haben selbstverständlich repräsentativ durch alle Zielgruppen und Bevölkerungsschichten (*hust*) auf exil-kieler.net ihre Meinung dazu hinterlassen, und 48% (14 Stimmen) waren der Meinung, dass der Wechsel von ProSieben zur ARD keinen Einfuss auf das Ergebnis des Zuschauervotings hat. 34% (10 Stimmen) waren vom Gegenteil überzeugt und 18% (5 Stimmen) war das egal.
Ich glaube auch, das Sharyhan auch an einem Dienstag auf ProSieben hätte gehen müssen, denn

ab jetzt ist es nur noch eine Geschmacksfrage.

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March 03 2010

09:11

Ein Eßlöffel Senf: Unser Star für Oslo, Runde 5 #USfo

Spekulationen hin oder her, wenn wir ehrlich sind, war der Ausgang der 5. Runde “Unser Star für Oslo” auch ohne paranormale Fähigkeiten vorhersehbar. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als nur noch Jennifer und Leon auf dem orangen Sofa der Publikumsentscheidung entgegenfieberten. Schön, dass die Zuschauer sich für Jennifer entschieden haben. Aber von Anfang an.
Vielleicht ging es nur mir so, aber so recht nach oben hervorstechen konnte in meinen Augen keiner der 6 verbliebenen Kandidaten. Das mag daran liegen, dass die Meßlatte in den vorangegangenen Entscheidungsshows schon so hoch gelegt wurde, dass die bisherigen Auftritte nur noch schwer zu toppen sind. Ich fürche, dass sich mittlerweile am Ende nur noch durchsetzen kann, wer in der Lage ist, das Niveau zu halten und sich keinen Patzer erlaubt.

Kerstin Freking meisterte “Better” von Regina Spektor sehr gut, auch wenn ich mich Jurymitglied Joy Denalane anschließen muss und finde, dass ein wenig mehr Druck in der Stimme durchaus öfter hätte durchschimmern können und der letzte Kick gefehlt hat. Ich bin noch immer der Meinung, zu Lena hätte ein Regina Spektor Song besser gepasst.
Lena Meyer-Landrut hat es wieder fertiggebracht einem Song ihren ganz eigenen Stempel aufzudrücken und steht damit verdient im Viertelfinale. Wenn man #usfo bei Twitter folgt merkt man, dass sie von allen Kandidaten am stärksten polarisiert und bei manchen als nervig aufgesetzt rüberkommt. Ich persönlich glaube, sie ist einfach so und würde ihr im Moment die größten Chancen in Oslo einräumen.
Im Vergleich zu ihrem letzten Auftritt hat Jennifer Braun sich wieder steigern können, auch wenn ihre Performance bei weitem nicht so souverän war, wie die der übrigen Kandidaten.
Mit “Tears in Heaven” hat sich “Schmuseonkel” Leon Taylor zurückgemeldet und ist an dieser Linie letztendlich dann gescheitert. Ich kann mich aber auch des Verdachts nicht erwehren, dass hier die Erläuterung zur Herkunft und Intention des Eric Clapton Songs durch Joy Denalane noch ein Fünkchen zur Entscheidung zwischen Jennifer und Leon beigetragen hat.
Sharyhan Osman sang erneut einen eigenen Song im Stil einer “ayurvedischen Klangmassage” (Stefan Raab), der zu einem großen Teil von dem hervorragenden Arrangement von Heavytones‘ musikalischem Leiter Wolfgang Norman Dalheimer mit Leben erfüllt wurde.
Zu “guter” letzt sang Christian Durstewitz Mando Diao. Und damit wollte er zu viel oder nahm es zu leicht, denn diesem Song war er nicht gewachsen. Den Eindruck hatte ich zumindest und für mich war diese Performance leider die enttäuschendste des Abends.

Jetzt aber nicht zurücklehnen und auf nächsten Dienstag warten, denn schon am Freitag wird das Viertelfinale von Unser Star für Oslo in der ARD ausgestrahlt. Ich glaube, hier werden die Karten noch einmal neu gemischt und wir werden uns auf Überraschungen gefasst machen müssen, denn die Struktur des Publikums könnte sich durch Sendeplatz und Sender geringfügig verändern.
Wie sich das auf die Ergebnisse auswirkt – ich bin gepannt.

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March 02 2010

16:26

Orakeln für Anfänger: Unser Star für Oslo, Runde 5 #USfO

Nachdem ich ja nun durch “Unser Star für Oslo” auch wieder zum Eurovision 2010-Fan geworden bin, verspüre ich doch schon eine gewisse Vorfreude auf den heutigen Abend: Runde 5 mit den verbleibenden 6 Kandidaten.
An meinen hellseherischen Fähigkeiten muss ich noch ein wenig arbeiten, aber zumindest wird unbestätigten Gerüchten zufolge wohl ein Song von Regina Spektor zum Besten gegeben. Allerdings nicht von Lena Meyer-Landrut, nein Kerstin Freking hat sich offenbar diese Aufgabe gestellt. Aber auch auf alle anderen Sängerinnen und Sänger darf man gespannt sein, obgleich aus meiner Sicht die Wackelkandidaten relativ klar sind.
Das schlechtgelaunte Nuschelorakel tippt hierbei auf Jennifer, aber sie kann mit dem richtigen Song Leon abdrängen.
So weit die Spekulation, lassen wir uns überraschen.

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February 24 2010

12:09

Unser Star für Oslo – abgeschmeckt… #usfo

Was die bloggerische Verarbeitung des Auswahlverfahrens für den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest angeht, verweise ich hier wie schon in Tagebucheintrag #25 mal auf das Seebären-Blog, denn dort werden die Ausscheidungssendungen auf ProSieben, wie gestern wieder eine lief, sehr schön zusammengefasst und auf den Punkt gebracht, den ich auch vertreten würde. Nichtsdestotrotz muss ich auch noch ein wenig Senf dazugeben… also abschmecken…

Überraschung des Abends war für mich Kerstin Freking mit der besten gesanglichen Performance ihrer bisherigen Auftritte und dieses speziellen Abends. Meine Favoritin gestern.
Wenn ich mir nach der ersten Folge auch noch nicht so sicher war, ob es Lena Meyer-Landrut bis ins Finale schaffen würde, kann ich mir mittlerweile immer besser vorstellen, dass wir diese sympathische “Wahnsinnige” (Stefan Raab) auf der Bühne in Oslo sehen werden. Ihre Art, die Songs zu interpretieren ist erfischend originell und authentisch, auch wenn sich bei mir manchmal Bedenken bezüglich der Publikumskompatibilität einschleichen.

Auch diesmal mussten wieder zwei Kandidaten ausscheiden. Besonders bedauerlich, da diese Kandidaten alle bereits auf einem Nivaeu performen, dass ich bei anderen einschlägigen Castingshows nicht einmal im Finale (oder gar bei den Siegern) gesehen habe. Man wünscht sich bisweilen, einfach einen Chor nach Oslo zu schicken.
Während Cyrill Krueger wohl hauptsächlich an seiner Songauswahl gescheitert ist, kann ich mir Katrin Walters Ausscheiden nur durch eine zu dünne “Fanbase” erklären, denn – um es mit den Worten von König Boris zu sagen – sie hat 1a abgeliefert. Schade. Ebenso schade, dass Leon Taylor mit eher unterdurchschnittlicher Performance, da wohl auch im Song vergriffen, erst in der nächsten Runde rausfliegt (wobei auch hier eher der Wunsch der Vater des Gedankens ist, siehe Seebären).

Und dann sind da noch Sharyhan Osman und Christian “Durste” Durstewitz, deren Zukunft im Contest ich so gar nicht einzuschätzen vermag. Ausnahmetalente ohne Frage, Wiedererkennungswert unbestritten und jeder, so wie die anderen Kandidaten auch, wird auch nach USfO seinen musikalischen Weg machen – doch in meinen Augen noch nicht Fisch nicht Fleisch. Hier lasse ich mich weiter überraschen.

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